
| Feld | Wert |
|---|---|
| Titel (H1) | Dreh in den Lençóis Maranhenses fürs koreanische Fernsehen: Jihee Yeons Brasilienreise |
| Inhaltstyp | Blogbeitrag: Reisebericht (gleiches Format wie die bereits veröffentlichten Berichte von Olivia, Patricia und Erica) |
| Sprache | Deutsch (de-DE) |
| Slug | dreh-lencois-maranhenses-kbs-jihee |
| Vollständige URL | https://planetaexo.com/de/blog/dreh-lencois-maranhenses-kbs-jihee/ |
| Meta-Beschreibung | Für KBS zu Fuß durch die Lençóis Maranhenses: Reporterin Jihee Yeon aus Korea über Dünen, Hängematten, Kinder, Sicherheit in Brasilien und ihre Tipps. |
Dreh in den Lençóis Maranhenses fürs koreanische Fernsehen: Jihee Yeons Brasilienreise
Drei Tage zu Fuß durch die Dünen: Für einen KBS-Beitrag kam eine koreanische Reporterin in die Lençóis Maranhenses und reiste beeindruckt von Brasiliens Schönheit und Herzlichkeit weiter
Jihee Yeon ist 34 Jahre alt und arbeitet als Reporterin für KBS, den wichtigsten öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender Südkoreas. Auf der Suche nach den schönsten Bildern für einen Sonderbeitrag reiste sie in die Lençóis Maranhenses.
„Mehrere Leute haben mir die Lençóis Maranhenses empfohlen und gesagt, die Lagunen wären gerade voll und es wäre genau die richtige Zeit für einen Besuch“, erzählt sie. „Sobald ich die Fotos und Videos gesehen hatte, hat mich die Landschaft nicht mehr losgelassen.“ Sie fing sofort an, den Dreh zu planen.
Mit schwerer Fernsehausrüstung im Gepäck war Jihee im Lençóis-Maranhenses-Nationalpark unterwegs, an ihrer Seite der Kameramann Soo Han Kim. Er lebt in São Paulo und dokumentiert südkoreanische Geschichten in ganz Südamerika. Der Park im Bundesstaat Maranhão umfasst 155.000 Hektar mit Süßwasserlagunen und riesigen weißen Sanddünen, die bis zu 40 Meter hoch aufragen. Dieser Abschnitt war nur ein Teil ihrer Reiseroute, zu der außerdem Belém, die Insel Marajó, São Luís und Salvador gehörten.
Die Dünen und Lagunen durchquerte Jihee auf einem dreitägigen Trekking durch die Lençóis Maranhenses. Organisiert und geführt haben es das Team von PlanetaEXO und lokale Guides. Hier kommt ihre Geschichte. Viel Spaß beim Lesen!
Was sie filmen wollte
Schon vor der Landung hatte Jihee ein ganz bestimmtes Bild im Kopf. „Ich wollte blaue Lagunen filmen, die hinter jeder Sanddüne wieder auftauchen, Wasser mitten in einer scheinbar endlosen Wüste“, sagt sie.
Im zweiten Teil ihres Auftrags ging es um Menschen: Sie wollte Reisende treffen, die den Park zu Fuß statt im Geländewagen durchqueren. Hinter dieser Entscheidung vermutete sie mehr. „Ich habe mir vorgestellt, dass Leute, die lieber zu Fuß gehen, als mit dem Auto zu fahren, vielleicht alle einen besonderen Grund dafür haben und die Landschaft auf eine Art erleben, die ihnen mehr bedeutet.“
Beim ersten Teil hielt der Park, was er versprach. Nur das Ausmaß hatte sie unterschätzt. „Ich dachte, sie wären auf bestimmte Gebiete beschränkt, aber sie nahmen einfach kein Ende, drei Tage lang, die ganze Wanderung über“, sagt sie über die Dünen. „Mir war nicht klar, wie riesig diese Landschaft ist.“
Eine zweite Überraschung kam von ganz anderer Seite: Schwimmen hatte sie gar nicht eingeplant. „Ich hätte nie gedacht, dass mir das Schwimmen dort so viel Spaß machen würde, aber den Lagunen konnte man einfach nicht widerstehen.“

👉 Mehr dazu: Die schönsten Lagunen der Lençóis Maranhenses: Brasiliens Wüste mit tausend Seen
Eine Landschaft, für die ihr jeder Vergleich fehlte
Wüsten hat Jihee schon in mehreren Ländern gesehen. Genau deshalb hinkte hier jeder Vergleich. „So etwas hatte ich noch nie gesehen: unzählige Lagunen, verstreut über ein riesiges Dünenmeer, und mittendrin kleine Dörfer“, staunt sie.
Mit diesem letzten Detail rechnen die wenigsten Reisenden: Die Lençóis Maranhenses sind nicht menschenleer. Im Park und in seiner Umgebung leben Menschen in kleinen Dörfern, und zwischen den Dörfern verlaufen die Trekkingrouten. Erst das macht die Durchquerung überhaupt möglich, denn dort isst und schläfst du.
Gibt es in Korea oder anderswo, wo sie schon gearbeitet hat, etwas Vergleichbares? Sie antwortet knapp: „Ich bin schon an viele Orte gereist, aber die Lençóis Maranhenses waren wirklich einzigartig, anders als alles, was ich je gesehen habe.“
👉 Mehr dazu: 10 Fakten über die Lençóis Maranhenses, Brasilien
Die Kinder, die Blumen und ein anderes Zeitgefühl
Frag Jihee nach den Menschen vor Ort, und sie fängt mit den Kindern an. „Sie haben uns nicht einfach wie Touristen behandelt, sondern schienen sich wirklich zu freuen, uns willkommen zu heißen und Zeit mit uns zu verbringen“, erinnert sie sich. Ihre Gruppe schwamm mit den Kindern in den Lagunen, „und sie haben uns sogar Blumen geschenkt, die sie in der Nähe gepflückt hatten. Das war unglaublich herzlich, und ich glaube nicht, dass ich das je vergessen werde.“
Der größte kulturelle Unterschied lag für sie weder im Essen noch in der Sprache. Er lag im Umgang mit der Zeit. „In Korea sind wir es gewohnt, schnell unterwegs zu sein und uns an feste Zeitpläne zu halten“, erklärt sie. „In Lençóis dagegen schien jeder Tag natürlicher zu verlaufen, ganz nach dem Wetter, der Umgebung und dem Miteinander der Menschen.“
Ein Klischee will sie daraus aber nicht machen. „Ich würde es nicht einfach als ein langsameres Leben beschreiben, sondern eher als eines, das enger mit dem Rhythmus der Natur verbunden zu sein schien.“

👉 Mehr dazu: Wie die Lençóis Maranhenses entstanden sind: brasilianische Sanddünen und Lagunen verstehen
Jihees erste Nacht in der Hängematte
In den Camps und Dorfpensionen entlang der Trekkingroute schlafen Reisende nicht in Betten, sondern in Hängematten. Für Jihee war es das erste Mal, und am Ende gefiel ihr gerade das an der Reise mit am besten.
„Besonders schön fand ich es, die Nacht mit den anderen Reisenden zu verbringen, in unseren Hängematten zu liegen und uns zu unterhalten“, sagt sie. „Es war viel bequemer, als ich erwartet hatte, und ich habe langsam verstanden, warum die Menschen in den Dörfern Hängematten den Betten vorziehen.“
Auf dieser Reise kam für die Guides eine Aufgabe dazu, die sie sonst meist nicht haben: Jihee schleppte drei Tage lang schwere Fernsehausrüstung durch weichen Sand. „Der Guide hat meine Ausrüstung mitgetragen und ständig nachgefragt, ob ich beim Drehen Hilfe brauche“, lobt sie. Ab dem zweiten Tag wurde die Gruppe mit einer größeren zusammengelegt und der Zeitplan straffer, doch „selbst dann hat der Guide alles nur Mögliche getan, um mich beim Filmen zu unterstützen.“
Und Jihees Fazit zu Unterkünften, Guides und der Organisation der Reise? „Ich war mit dem ganzen Erlebnis sehr zufrieden.“
👉 Mehr dazu: Wo übernachtest du in den Lençóis Maranhenses?
Vor Sonnenaufgang, ausgestreckt im Sand
Ausgerechnet Jihees schönster Moment der Wanderung hatte gar nichts mit dem Filmen zu tun. „Mein Lieblingsmoment war, als wir vor Sonnenaufgang losgegangen sind und uns gemeinsam in den Sand gelegt haben, um in die Sterne zu schauen.“
Mehr noch als die Landschaft faszinierten Jihee ihre Mitreisenden: Während sie selbst vor allem den Dreh im Blick hatte, war der Rest der Gruppe in einem völlig anderen Tempo unterwegs. „Sie haben sich Zeit gelassen und die endlose Landschaft ohne Eile genossen“, erinnert sie sich. „Sie haben den Sand unter den Füßen gespürt, sind in den Lagunen geschwommen und haben sich sogar ans Wasser gesetzt, um zu lesen.“
„Sie haben sich die Lençóis Maranhenses nicht einfach nur angeschaut, sie haben sie richtig erlebt, mit dem ganzen Körper“, sagt sie nachdenklich. „Das hat mich tief beeindruckt.“
👉 Mehr dazu: Wie viele Tage solltest du in den Lençóis Maranhenses bleiben?
Jihees Tipps für den ersten Besuch in den Lençóis Maranhenses
Das Besondere an ihren Tipps: Jihee war auf der Wanderung die Einzige, die sich selbst nicht daran halten konnte. Mit Kamera und viel Ausrüstung war sie ständig in Bewegung, und das hatte seinen Preis. „Ich war so beschäftigt, dass ich manchmal weder Zeit noch den Kopf dafür hatte, ganz in die Landschaft vor mir einzutauchen. Das bedaure ich“, gibt sie zu.
Ein paar wichtige Dinge hat sie in den Dünen trotzdem gelernt.

Pack so wenig wie möglich ein
Warum, hat Jihee am eigenen Leib erfahren. Wenn du ausschließlich zu Fuß durch weichen Sand unterwegs bist, spürst du jedes Kilo extra, und mit schwerer Drehausrüstung auf dem Rücken wurde das für sie zur echten Herausforderung.
Lass die Tage nicht vom Zeitplan bestimmen
Wer einfach nur als Reisender kommt, sollte „sich Zeit nehmen und es sich gönnen, die Landschaft in vollen Zügen zu genießen“.
Den Park das Tempo vorgeben lassen, nicht die Uhr: Das ist für Jihee der beste Weg, die Lençóis Maranhenses zu erleben.
Lass dich ganz darauf ein
„Ich würde allen empfehlen, mit der Einstellung herzukommen, sich mit ganzem Herzen auf die Landschaft und alles, was dazugehört, einzulassen, genau wie die Leute, mit denen ich unterwegs war.“ Das heißt: rein in die Lagunen, in der Hängematte schlafen und lange genug stillsitzen, damit der Ort wirklich bei dir ankommt.
👉 Mehr dazu: 10 Reisetipps für die Lençóis Maranhenses: so wird deine Reise rundum gelungen
War Brasilien sicher? Jihees ehrliche Antwort
Fünf Reiseziele, teure Kameraausrüstung und oft Dreharbeiten mitten auf der Straße: So sah Jihees Reise aus. Für Belém und die Insel Marajó in Pará ebenso wie für São Luís und die Lençóis Maranhenses in Maranhão ist ihre Antwort ganz klar: „Ich habe mich extrem sicher und wohlgefühlt. Ich konnte nachts frei herumlaufen und mit der Ausrüstung neben mir auf der Straße filmen, ohne mich bedroht zu fühlen.“
Nur vor Salvador in Bahia hatte man sie vorher gewarnt. Dort kam dann aber alles anders als erwartet. „Als ich ankam, haben sich die Menschen um mich herum richtig ins Zeug gelegt, um mir zu helfen“, erzählt sie. Einheimische und Uber-Fahrer „haben mir genau erklärt, welche Vorsichtsmaßnahmen ich treffen und welche Orte ich meiden sollte. Weil sie ständig auf mich aufgepasst haben, hatte ich dort unterwegs nie das Gefühl, in Gefahr zu sein.“
„Nach dem, was ich selbst erlebt habe, ist mir Brasilien nicht als gefährlicher Ort in Erinnerung geblieben“, fügt sie hinzu. „Ich erinnere mich an ein Land, in dem ich sicher reisen konnte und in dem sich die Leute vor Ort mit großer Herzlichkeit um mich gekümmert haben.“
👉 Mehr dazu: Anreise nach Lençóis Maranhenses
Könnte Brasilien in Korea zum nächsten großen Trend werden?
Wie sehr Brasilien die südkoreanische Kultur schätzt, ist kein Geheimnis. Wir wollten von Jihee wissen, ob das auch umgekehrt gilt und ob der „Brazilcore“-Trend, der in den sozialen Medien kursiert, schon in Korea angekommen ist.
„Koreaner verbinden Brasilien schon lange mit Leidenschaft und mitreißender Energie. Samba ist in Korea sehr bekannt und läuft oft als Hintergrundmusik in Fernsehsendungen“, antwortet sie.
Das Problem ist ihrer Meinung nach nicht fehlendes Interesse, sondern der Kalender. „Die meisten Koreaner haben keinen besonders langen Urlaub.“ Allein die Anreise nach Südamerika frisst laut Jihee einen großen Teil der Zeit, die sie überhaupt haben. Deshalb planen viele Reisende Routen durch mehrere Länder, damit sich der Flug lohnt.
Wie lassen sich Koreaner für Brasiliens Natur gewinnen, für Ziele wie die Lençóis Maranhenses, den Amazonas oder das Pantanal? Jihee hält klare Routen, die in die tatsächlich verfügbare Zeit passen, für einen guten Ansatz. „Mit Informationen und Reiserouten, die zeigen, wie man die Vielfalt Brasiliens auch in begrenzter Zeit gut erleben kann, könnten sich mehr Koreaner für Brasilien als Reiseziel entscheiden.“
Bei Reisenden mit mehr Spielraum macht sie sich keine Sorgen, schließlich ist das Land riesig und hat enorm viel zu bieten. „Wer auf eigene Faust und mit mehr Zeit reist, könnte locker einen Monat in Brasilien verbringen und würde trotzdem immer wieder neue Orte entdecken.“

👉 Mehr dazu: Beste Reisezeit: Brasilien
Wo Jihee als Nächstes drehen will
Ein Auftrag war Jihee nicht genug. Sie will wiederkommen, und zwar für die Seite Brasiliens, die sie diesmal nicht gesehen hat: die Städte. „Ich würde gern Großstädte wie São Paulo und Rio de Janeiro erleben. Ich bin sehr neugierig, wie das Leben in Brasiliens Städten aussieht.“
Auch Campos do Jordão steht auf ihrer Liste. Die Bergstadt im Bundesstaat São Paulo ist wegen ihrer europäischen Architektur und des kühlen Wetters als „Schweiz Brasiliens“ bekannt. Jihee war im Winter unterwegs und fand es faszinierend, wie stark sich diese Jahreszeit dort von der im Norden und Nordosten unterscheidet, den Regionen, die sie bereist hatte.
„Auf dieser Reise habe ich Regenwald, Inseln, Dünen, Lagunen und Städte an der Atlantikküste erlebt“, zählt sie auf. „Nächstes Mal würde ich gern eine ganz andere Seite Brasiliens filmen.“
👉 Mehr dazu: Die 15 besten Ökotourismus-Reiseziele in Brasilien, die Sie 2026 erkunden sollten
Trekking in den Lençóis Maranhenses mit PlanetaEXO
Mit Jihee hast du den Park jetzt einmal durchquert. Du weißt also, was die Lençóis Maranhenses zu bieten haben: Dünen, die noch lange weitergehen, wenn du längst mit ihrem Ende rechnest, Lagunen, denen niemand widerstehen kann, Nächte in der Hängematte zwischen anderen Abenteuerlustigen und Dörfer, in denen dich die Menschen herzlich und gastfreundlich empfangen.
PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform, die sich auf Touren in den Lençóis Maranhenses spezialisiert hat. Von der ersten Buchung bis zum letzten Bad in einer Lagune: Gemeinsam mit erfahrenen lokalen Guides und Veranstaltern übernehmen wir die gesamte Logistik, damit du dich ganz auf das eigentliche Erlebnis konzentrieren kannst. Melde dich jetzt bei uns!
Weiterlesen

11. September 2026
Drei Nächte im Südpantanal: Sandys Tierbegegnungen in Brasilien
Sandy kennt Brasilien gut, im Pantanal war sie aber nie. Drei Nächte am Rio Miranda mit ihrem Sohn: Tiere, ein begabter Guide und ehrliche Tipps.

9. September 2026
8 Fakten über die Uakari Floating Lodge: das schwimmende Ökohotel im brasilianischen Amazonas
Entdecke 8 Fakten über die Uakari Floating Lodge, das von Gemeinden geführte Ökohotel im Mamirauá-Reservat mitten im brasilianischen Amazonas.

8. September 2026
10 Mount-Roraima-Reisetipps für dein Trekking auf den Tafelberg
Mount Roraima Reisetipps: Träger, Genehmigungen, Ausrüstung, Wetter und Fitness für den 2.810 m hohen Tafelberg, mit echten Distanzen und Grenzregeln.
