15 Amazonas-Fakten über den Regenwald in Brasilien
Amazonas

15 Amazonas-Fakten über den Regenwald in Brasilien

26. Juli 2026

Lebendig und für unseren Planeten von unschätzbarem Wert ist der Amazonas-Regenwald ein Top-Ziel für Ökotourismus. Hier sind unsere 15 Amazonas-Fakten!

Wunderschön, gewaltig, vielfältig und in internationalen Umweltdebatten immer im Mittelpunkt: Der Amazonas-Regenwald ist ohne Zweifel einer der faszinierendsten Orte unseres Planeten.

Kein Wunder, dass die Besucherzahlen täglich steigen. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2025 wuchs der Tourismus im Bundesstaat Amazonas um insgesamt 13%, mit 21,85% mehr ausländischen Reisenden, so die Tourismusbehörde des Bundesstaates Amazonas. Und damit zu deiner ersten von 15 Regenwald-Fakten über Brasilien!

Damit du einen Vorgeschmack bekommst, was dich erwartet, hat PlanetaEXO, eine auf Amazonas-Touren in Brasilien spezialisierte Ökotourismus-Plattform, eine Liste mit 15 spannenden Fakten über den Amazonas zusammengestellt. Sieh es dir unten an!

1 – Wie groß ist der Amazonas-Regenwald?

Die Größe des Amazonas-Regenwaldes ist beeindruckend: Mit einer Fläche von 6,74 Millionen km² erstreckt er sich über acht verschiedene Länder Südamerikas: Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru, Venezuela und Suriname. Kein Wunder, dass er der größte Regenwald der Erde ist.

Um dir eine Vorstellung von dieser Dimension zu geben: Der Amazonas ist fast so groß wie Australien (7.692.024 km²) oder doppelt so groß wie Indien (3.287.590 km²)!

Mist rising above the dense Amazon Rainforest canopy at sunrise, showcasing the vast biodiversity of the Brazilian jungle.
Photo: Andre Dib

2 – Der größte Anteil am Amazonas

60% des Amazonas-Regenwaldes, rund 4,2 Millionen km², liegen in Brasilien, verteilt auf die Bundesstaaten Amazonas, Amapá, Acre, Pará, Rondônia, Roraima, Tocantins, Mato Grosso und Maranhão.

Der größte Anteil liegt in Amazonas (1.285.216 km²), gefolgt von Pará (947.303 km²) und Mato Grosso (423.967 km²).

👉 Mehr dazu: Wie kommt man in den Amazonas-Regenwald in Brasilien?

3 – Die gewaltigen Zahlen des Amazonas-Flusses

Einige der spannendsten Fakten über den Amazonas in Brasilien drehen sich um den Amazonas-Fluss. Bis 2008 galt der Nil in Afrika mit 6.650 km als längster Fluss der Welt.

Doch Satellitenbilder des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe), einer Einrichtung des brasilianischen Wissenschaftsministeriums, belegten, dass dieser Titel in Wahrheit dem Amazonas gehört, mit imposanten 6.992 km.

Die Quelle des Flusses liegt in den Anden in Peru, seine Mündung dagegen auf der Ilha do Marajó im Bundesstaat Pará, wo er in den Atlantik fließt. Auf diesem langen Weg nimmt er mehr als 1.000 Nebenflüsse in Brasilien, Kolumbien und Peru auf und steht damit für 20% des gesamten Süßwassers aller Kontinente der Erde.

Es ist zugleich das größte Flussbecken der Welt mit einer Fläche von 7.000.000 m². Der Fluss ist die wichtigste Wasserquelle für tausende Tierarten und Millionen Pflanzen und trägt so zur Stabilität des regionalen Klimas bei.

The winding Amazon River reflecting the golden sunset light as it flows through the dark green rainforest.
@astro_alex_esa

Auch die Menschen profitieren. Fluss- und indigene Gemeinschaften nutzen dieses Wasser für ihren Alltag, doch der Amazonas-Fluss ist ebenso wichtig für Tätigkeiten wie Fischerei, Landwirtschaft, Viehzucht und touristische Angebote wie Flusskreuzfahrten.

👉 Mehr dazu: Die besten Amazonas-Flusskreuzfahrten in Brasilien

4 – Indigene Gemeinschaften

Insgesamt leben in Brasilien 1,7 Millionen indigene Menschen, und die Hälfte davon nennt den Amazonas ihr Zuhause. Über 180 indigene Gemeinschaften bewohnen eine Fläche von 1.110.000 km² im Wald, vor allem in den Bundesstaaten Mato Grosso, Maranhão, Amazonas und Roraima. Die Yanomami sind die größte Gruppe mit 27.152 Menschen, gefolgt von Raposa Serra do Sol (26.176) und Évare I (20.177).

Indigene Gemeinschaften lebten schon lange in Brasilien, bevor die Portugiesen 1500 ankamen. Ihre Gebiete zu schützen und ihre Anliegen zu unterstützen bedeutet, ihre Kultur und das ureigene Wesen des Landes zu bewahren und zugleich die Artenvielfalt des Amazonas zu schützen.

A group of indigenous people in the Amazon playing traditional long wind instruments and drums during a cultural ritual.

Zwar gibt es einige wenige isolierte Gruppen, doch die meisten indigenen Gemeinschaften empfangen Besucher, um ihnen ihre Traditionen zu zeigen und auf die Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes aufmerksam zu machen.

5 – Kulturelle Begegnungen

Eine der erstaunlichsten Fakten über den Amazonas in Brasilien ist, wie vielfältig die Kultur dieser Region wirklich ist. Neben den indigenen Völkern beherbergt der Regenwald auch Flussgemeinschaften, die sich vor allem aus caboclos (Nicht-Indigene, die im Amazonasgebiet geboren wurden) und quilombolas (Nachfahren versklavter Afrikaner, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert aus den Zuckermühlen flohen und eigene Gemeinschaften gründeten) zusammensetzen.

Diese kulturelle Vielfalt eröffnet vielen Reisenden besondere Erlebnisse: Einheimische heißen sie willkommen, lassen sie an ihrem Familienleben teilhaben und geben Einblick in ihre Überzeugungen, Essgewohnheiten, ihr Handwerk und ihre enge Verbindung zur Natur.

A young boy paddling a wooden canoe on a dark river, representing the daily life of riverside communities in the Amazon.

6 – Einzigartige Amazonas-Fakten zur Tierwelt

Das Institut für Gesellschaft, Bevölkerung und Natur (ISPN) in Brasilien erklärt, dass die gesamte Fauna des Amazonas noch nicht vollständig dokumentiert ist. Forschende sind sicher, dass noch viel mehr zu entdecken ist, bislang wurden aber rund 30 Millionen Arten offiziell katalogisiert.

Auf brasilianischem Gebiet leben 311 Säugetierarten, 1.300 Vögel, 232 Amphibien, 273 Reptilien und 1.800 Fische. Manche Tiere gelten als Symbole des Amazonas-Regenwaldes, etwa rosa Flussdelfine, Große Ameisenbären, Riesenotter, Klammeraffen, Piranhas und Anakondas.

A Giant Otter, a symbol of Amazon wildlife, swimming in the water while eating a fish.

Auch kleinere Lebewesen spielen eine große Rolle im Gleichgewicht des Amazonas-Ökosystems. Schätzungen zufolge leben über 2,5 Millionen Insektenarten im Wald, darunter die weltweit größte Vielfalt an Schmetterlingsarten: allein in Brasilien mindestens 133, laut Amazonian Butterflies, einem Projekt des Staatlichen Museums für Naturkunde in Karlsruhe, Deutschland.

7 – Üppige Pflanzenwelt

Die gemeinnützige Organisation World-Transforming Technologies (WTT) wertete gemeinsam mit der Agência Bori über 1.070 wissenschaftliche Artikel über Amazonaspflanzen aus, die zwischen 2017 und 2021 erschienen. Die Auswertung ergab, dass der brasilianische Amazonas bis zu 40.000 Arten beherbergt, und vermutlich sind noch weitere zu katalogisieren.

Forschende schätzen zudem, dass 2.500 Baumarten im Wald wachsen, das entspricht einem Drittel aller tropischen Bäume der Erde. Einige sind weltweit bekannt, weil ihre Früchte für leckere Spezialitäten und sogar Kosmetik verwendet werden, etwa açaí, Paranuss, buriti und tucumã.

Clusters of bright orange and red palm fruits hanging from a tree, illustrating the abundant flora of the Amazon Rainforest.
Photo: Alex Da Riva

8 – Hotspot für Ökotourismus

Eine der bemerkenswertesten Amazonas-Regenwald-Fakten sind die unvergesslichen Ökotourismus-Angebote: geführte Wanderungen, Kanufahrten durch überflutete Wälder, Tierbeobachtung und mehr.

Nicht nur die Regierung setzt auf Maßnahmen für nachhaltiges Reisen, auch die besten Dschungel-Lodges im Amazonas in Brasilien haben eigene Regeln, um den Wald zu schützen, ohne bei den Programmen und beim Aufenthalt Abstriche zu machen.

Regenwassernutzung, Solar- und Windenergie, Recycling und eine begrenzte Gästezahl pro Tour sind nur einige davon.

Tourists on an observation tower using large cameras and binoculars for wildlife observation in the Brazilian Amazon.
Photo: Andre Dib

👉 Mehr dazu: Ökotourismus im Amazonas-Regenwald: 7 Touren, um der Natur nahe zu sein

9 – Das Zusammentreffen der Wasser

Das Zusammentreffen der Wasser ist ein bemerkenswertes Phänomen: Die Wasser des Negro und des Solimões, schwarz beziehungsweise braun, fließen Seite an Seite, vermischen sich aber nie. Ein echter Blickfang, doch wie kommt das?

Dafür gibt es drei Gründe:

  • Fließgeschwindigkeit: Der Negro fließt mit 2 km/h, der Solimões ist mit 4 bis 6 km/h schneller.
  • Temperatur: Der Negro ist mit durchschnittlich 28 ºC recht warm. Mit 22 ºC ist der Solimões deutlich kälter.
  • Säuregehalt: Wegen der vielen organischen Säuren liegt der pH-Wert des Negro zwischen 3,8 und 4,9, der des Solimões zwischen 4,5 und 7,8.
A boat navigating the Meeting of Waters, where the black Rio Negro and brown Solimões River flow side by side without mixing.

​​

10 – Sumaúma-Bäume

Und hier kommt eine weitere spannende Tatsache über den Amazonas in Brasilien: Im Regenwald wächst ein Baum, der bis zu 45 Meter hoch werden kann! Die Rede ist von der bekannten sumaúma (oder dem Kapokbaum).

Die ältesten sumaúmas des Landes stehen im Nationalwald Tapajós in Alter do Chão, Pará. Der älteste Baum ist vermutlich 900 bis 1.000 Jahre alt! Er ist bekannt als Königin des Amazonas oder vovózona (große Oma). Passend, oder?

A large group of tourists holding hands to encircle the massive trunk of a Sumaúma tree, known as the Queen of the Amazon.

Dieser eine sumaúma-Baum ist so mächtig, dass sechsundzwanzig Erwachsene nötig sind, um seinen Stamm zu umarmen, und er gibt zugleich täglich tausende Liter Wasser an die Luft ab.

👉 Sieh sumaúma-Bäume auf unserer Tour: Amazonas-Flusskreuzfahrt ab Alter do Chão

11 – Regen im Amazonasgebiet

Insgesamt fallen im Amazonasgebiet zwischen 1.500 mm und 3.000 mm Regen pro Jahr. Diese Menge ist so hoch, weil das Amazonasbecken riesig ist, da folgt der Regen ganz natürlich derselben Logik.

Vom Atlantik weht der Wind Richtung Kontinent und bringt Feuchtigkeit in den Wald. Zuerst nehmen Boden und Vegetation das Wasser auf. Dann gelangt ein Teil des verdunsteten Wassers über die Pflanzen zurück in die Atmosphäre, was den Niederschlag weiter erhöht.

Eine Studie der Universität São Paulo aus dem Jahr 2022 zeigt, dass 25% des gesamten Regens in Süd- und Südostbrasilien ganz eng mit dem Amazonas-Regenwald im hohen Norden des Landes zusammenhängen. Das wirkt sich zudem stark auf ganz Südamerika aus.

A guide looking up at the trees while walking through the water in a flooded forest area of the Amazon.

Dieses natürliche System ist jedoch in Gefahr. Abholzung, Waldbrände und Klimawandel beeinträchtigen den Regen im Amazonasgebiet stark. Das größte Problem sind die niedrigen Wasserstände, die dem Wohl von Tieren, Pflanzen und Menschen schaden, die zum Überleben auf die Flüsse angewiesen sind.

👉 Mehr dazu: Wann ist die beste Reisezeit für den Amazonas-Regenwald in Brasilien

12 – Waldbrände und Abholzung im Amazonas

Abholzung ist eine schlimme Sache für den Amazonas, doch Waldbrände richten nachweislich noch größere Schäden an. Von Januar bis Oktober 2024 zerstörten die Brände 67.000 km² Naturfläche, während die Abholzung zwischen Juli 2023 und August 2024 6.300 km² betraf. Diese Zahlen wurden auf der COP29 (29. Vertragsstaatenkonferenz der UNFCCC) vom Amazon Environmental Research Institute (IPAM) vorgelegt.

Es ist ein Dominoeffekt. Abholzung im Amazonas bedeutet Klimawandel, und der schadet dem Regen. Fehlende Feuchtigkeit und hohe Temperaturen trocknen den Boden so weit aus, dass sich Feuer mühelos ausbreitet.

Two hands placed on a tree trunk covered in small ants, highlighting the diverse insect life in the Amazon ecosystem.

Auf der COP30, die 2025 in Belém, der Hauptstadt von Pará, stattfand, kamen Staats- und Regierungschefs zusammen, um Pläne gegen Brände, Abholzung und die Folgen der Erderwärmung zu entwickeln, die den Amazonas und andere Biome wie das Pantanal direkt betreffen.

Maßnahmen zur Brandverhütung, ständige Überwachung und Gesetze, die Umweltschäden verringern und rückgängig machen, sind der beste Weg, diese Probleme zu lösen.

👉 Mehr dazu: Ökotourismus im Amazonas-Regenwald: eine Lösung gegen die Abholzung

13 – Kohlenstoffbindung

Das Aufnehmen und Speichern von Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre nennt man Kohlenstoffbindung. Dieses Treibhausgas ist sehr schädlich für die Umwelt, seine Aufnahme hilft daher, den Klimawandel zu bremsen.

Anhand von Satellitendaten stellte die gemeinnützige Organisation Amazon Conservation fest, dass die Bäume des Amazonas 2022 oberirdisch 56,8 Milliarden Tonnen CO2 speicherten. Wissenschaftlich betrachtet ist der Begriff „grüne Lunge der Erde“ nicht ganz korrekt, doch er bringt die Bedeutung des Regenwaldes für das Ökosystem des Planeten gut auf den Punkt.

A tall metal observation tower rising above the dense green canopy of the Amazon Rainforest under a cloudy sky.
Photo: Andre Dib

14 – Anavilhanas-Archipel

Noch ist nicht alles verloren. Nationalparks in Brasilien sind ein wertvolles Mittel, um den Wald zu schützen, und Anavilhanas ist einer davon. Auf einer Gesamtfläche von 350.000 ha schützt er 400 Inseln im Rio Negro und ist damit das zweitgrößte Flussarchipel der Welt. Das größte ist Mariuá, ebenfalls in Amazonas.

Von September bis Februar, in der Trockenzeit, tauchen am Horizont des Parks viele Flussstrände auf. Orla, Aracari, Bararoá und Camaleão gehören zu den bekanntesten.

Aerial view of the Anavilhanas Archipelago showing lush green islands scattered across the dark waters of the Negro River.
Photo: Felipe Castellari

Mitten im Nationalpark gelegen, bietet die Anavilhanas Jungle Lodge, eine der besten Unterkünfte im Amazonas-Regenwald, Fünf-Sterne-Aufenthalte im Herzen des Waldes: Gäste können tief in die Natur eintauchen, ohne je auf Komfort und Luxus zu verzichten.

15 – Manaus, das Tor zum Amazonas in Brasilien

Zum Schluss noch eine Tatsache über den Amazonas in Brasilien: Manaus, die Hauptstadt von Amazonas, ist der wichtigste Knotenpunkt für Ökotourismus im Norden und der beste Ausgangspunkt, um den Regenwald zu erkunden.

Deshalb fliegen viele Reisende nach Manaus zum internationalen Flughafen Eduardo Gomes (MAO), um ihre Amazonas-Touren möglichst bequem zu genießen.

The historic Teatro Amazonas opera house in Manaus, featuring a tiled dome and pink facade, serving as the gateway to the Amazon.
@manausnasfotos

👉 Mehr dazu: Manaus, Brasilien – Reiseführer: Was tun, wo übernachten und mehr!

Wähle deine Amazonas-Tour mit PlanetaEXO

Unsere 15 Amazonas-Fakten haben dich sicher neugierig gemacht, diese Größe einmal selbst zu erleben!

PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform, die mit den besten lokalen Anbietern zusammenarbeitet und auf Amazonas-Regenwald-Touren in Brasilien spezialisiert ist. Unser Team hilft dir gern bei allem, was du für die Planung deines nächsten Urlaubs brauchst. Kontaktiere uns jetzt!