Dort, wo die Grenzen von Brasilien, Venezuela und Guyana zusammenlaufen, erhebt sich der Mount Roraima, ein 2.800 m hoher Tepui und die Vorlage für den Roman „Die verlorene Welt“. In 8 oder 10 Tagen führen wir dich über die Steilwand auf ein Plateau voller Quarzfelder, klarer Naturbecken und Felsformationen, die es sonst nirgends gibt.
2 Reisen gefunden
Der Mount Roraima Trek ab Boa Vista in 8 Tagen: 3 Nächte auf dem Gipfel, natürliche Jacuzzis, Kristalltal und Dreiländereck.
ab € 1,150
10-tägige Mount-Roraima-Wanderung ab Boa Vista: fünf Nächte im Camp auf dem Tepui, Lago Gladys, Maverick Rock und das Dreiländereck.
ab € 1,300
Reisende aus aller Welt vertrauen darauf, dass PlanetaEXO und unsere lokalen Partner sie auf den Tepui führen. Lies nach, was sie über unsere Expeditionen schreiben!
Der Mount Roraima ist der höchste Tepui, also einer jener Tafelberge der Gran Sabana mit flachem Gipfel und senkrechten Wänden. Er erreicht rund 2.800 m, genau dort, wo Brasilien, Venezuela und Guyana aufeinandertreffen. Sein wolkenverhangenes Plateau brachte Sir Arthur Conan Doyle 1912 auf die Idee zu seinem Roman „Die verlorene Welt“, und oben sieht es bis heute danach aus.
Der Berg liegt im Dreiländereck und jedes Land schützt seinen eigenen Anteil. Auf brasilianischer Seite, wo er Monte Roraima heißt, umfasst der Nationalpark Mount Roraima rund 116.000 Hektar in der Gemeinde Uiramutã, ganz im Norden des Bundesstaats Roraima in Brasilien. Verwaltet wird der Park vom ICMBio. Auf venezolanischer Seite gehört der Tepui zum Nationalpark Canaima, einem UNESCO-Welterbe.
Für die Planung ist diese Aufteilung entscheidend. Der brasilianische Park schützt die Ostflanke, doch von dort führt kein Weg auf den Gipfel. Die einzige feste Aufstiegsroute liegt in Venezuela und beginnt im indigenen Dorf Paraitepuy. Trotzdem starten die meisten Reisenden in Brasilien, fliegen nach Boa Vista und überqueren von dort die Grenze.
Der Weg zum Gipfel ist eine fordernde Mehrtagestour. Die meisten Expeditionen dauern 8 bis 10 Tage, das Minimum liegt bei rund 6 Tagen. Der Unterschied zahlt sich aus: Statt hochzuhetzen und sofort wieder abzusteigen, bleibst du 3 bis 5 Nächte auf dem Plateau. Die komplette Route misst etwa 90 km und führt über Flüsse und offene Savanne bis an die Wand des Tepuis.
Der Aufstieg folgt La Rampa, einem natürlichen Felsband, das sich schräg die Steilwand hinaufzieht. Klettertechnik und Seil brauchst du nicht, aber Ausdauer für einen langen, steilen Tag. Die indigenen Pemón übernehmen als Guides und Träger die Logistik, tragen das Hauptgepäck und kochen am Berg jede Mahlzeit.
Oben läufst du über schwarzen Sandstein, der zu Türmen und Bögen verwittert ist. Weiter geht es zu den Quarzfeldern des Kristalltals, zu klaren Naturbecken, die Reisende Jacuzzis nennen, zu den Felsformationen der Wächter des Berges und zum Aussichtspunkt La Ventana. Hier oben wachsen Pflanzen, die nur auf diesem Tepui vorkommen.
Auf längeren Touren erreichst du zusätzlich das Tal der Verlorenen Welt, das stille Wasser des Lake Gladys und den Grenzstein, an dem Brasilien, Venezuela und Guyana aufeinandertreffen.
Diese Touren passen zu Reisenden, die einen ganzen Tag mit Tagesrucksack laufen, im Zelt schlafen und mit Kälte und Nässe klarkommen können. Auf dem Plateau liegen die Temperaturen das ganze Jahr über zwischen 5 und 12 °C.
Technische Fähigkeiten brauchst du für die Roraima-Tepui- Besteigung keine, solide Fitness dagegen schon, denn mehrere lange Tage folgen direkt aufeinander. Wer das mitbringt, wird oben mit einer Landschaft belohnt, wie es sie kein zweites Mal gibt.