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Wie eine Expedition in den Himalaya die Bindung zwischen Mila und Lorenzo Ricetti stärkte

Mutterschaft wird oft als Reise beschrieben, doch für Mila Ricetti (56) und ihren Sohn Lorenzo (24) wurde sie zu einer wahren Expedition durch die rustikalen Landschaften von Nepal auf dem Mardi Himal Trek in der Annapurna-Region – eine Route, die angesichts der Erhabenheit des Himalaya zu tiefer Selbstbeobachtung einlädt.

Mila Ricetti und ihr Sohn Lorenzo sitzen lächelnd zusammen an einem historischen Backsteintempel während ihrer Ökotourismus-Expedition in Nepal.

Photo: CJ

Mila hatte bereits ein Yoga-Retreat geplant. Um Lorenzos Abschluss des Jurastudiums und den neuen Lebensabschnitt zu feiern, änderten sie den Plan, um ein Trekking einzuschließen. Mit der Unterstützung von PlanetaEXO bei der Organisation der Logistik tauschten Mutter und Sohn traditionelle Abschlussfeiern gegen die Stille der großen Höhen.

Mila Ricetti und Lorenzo praktizieren Yoga und meditieren mit einer Gruppe auf einem sonnendurchfluteten Dach, das mit Gebetsfahnen geschmückt ist, während eines Retreats in Nepal.

Photo: CJ

Gemeinsam konnten sie sich in einer der schönsten und rätselhaftesten Kulissen der Welt noch tiefer miteinander verbinden.

Die Schönheit des Weges

In Nepal findet sich die Spiritualität nicht nur in Tempeln, sondern im ganz eigenen Rhythmus des Gehens und in den spektakulären Aussichten von den Berggipfeln nach einem langen Trekking.

„Wir sind um 3 Uhr morgens aufgewacht, um in die Berge zu steigen und den Sonnenaufgang zu beobachten“, erinnert sich Mila. „Ich dachte nicht, dass ich es rechtzeitig schaffen würde, aber ich bin in meinem eigenen Tempo gegangen, und es hat geklappt. Es war wunderschön und sehr emotional.“

Mila und Lorenzo tragen Trekkingrucksäcke und lächeln, während sie sich auf die körperliche Ausdauer auf dem Mardi Himal Trek in Nepal vorbereiten.

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Der Sternenhimmel, der so nah schien, dass man ihn berühren konnte, die eisige Dunkelheit und die schneebedeckten Gipfel, die in goldenes Sonnenlicht getaucht waren, machten diesen Moment zu einem reichen, unvergesslichen Austausch, bei dem die Stille zwischen einem Schritt und dem nächsten lauter sprach als tausend Worte – besonders in solch guter Gesellschaft.

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Eine neue Dynamik auf dem Pfad

Reisen nach Nepal erfordern körperliche Ausdauer und mentale Vorbereitung. Für Mila und Lorenzo wirkten die Herausforderungen des rauen Geländes wie ein Katalysator.

Die Reise markierte einen deutlichen Übergang von traditionellen „Familienurlauben“ zu einer gemeinsamen Erfahrung zwischen zwei Erwachsenen. Der einfache Akt, stundenlang Seite an Seite zu gehen, schuf einen sicheren Raum für Dialog und gegenseitige Wahrnehmung.

Mutter und Sohn Mila und Lorenzo tragen schwere Winterkleidung und umarmen sich vor den schneebedeckten Gipfeln im Himalaya nach einem frühmorgendlichen Aufstieg.

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Es war vor allem wunderbar, diese Kameradschaft zu haben, sich gegenseitig zu helfen und Probleme gemeinsam zu lösen. Es war eine großartige Reifungserfahrung für unsere Beziehung“, teilt Lorenzo mit.

Für Mila bot die einnehmende Umgebung einen ungestörten Raum, um den gegenwärtigen Moment und vor allem die Anwesenheit von Lorenzo in einem neuen Licht zu betrachten. „Es war eine Vertrautheit mit der Umgebung, mit mir selbst und mit meinem Sohn an meiner Seite. Alles fühlte sich so perfekt an; ich war sorgenfrei und unglaublich glücklich.“

Stärke in der Verletzlichkeit und gegenseitige Inspiration

Sich der Höhe, der Kälte und der körperlichen Erschöpfung zu stellen, erforderte ein Maß an Vertrauen, das nur in schwierigen Situationen geschmiedet wird. Die gegenseitige Unterstützung wurde lebenswichtig, da sie Kraft darin fanden, sich gegenseitig Raum zu geben, um mit ihren eigenen Grenzen umzugehen: Milas kardiovaskuläre Einschränkung und Lorenzos Höhenangst bei den steilen Abstiegen.

Mila und Lorenzo gehen Seite an Seite eine sonnige Straße in Nepal hinunter, wobei Lorenzo ein T-Shirt mit der Aufschrift „Purify, Meditate, Realize“ trägt.

Photo: CJ

Mir wurde klar, dass ich die Situation nicht ändern konnte, also konzentrierte ich mich einfach darauf, das zu tun, was ich konnte, um sie zu bewältigen. Und dann folgte sie direkt danach“, sagt er und erinnert sich daran, dass beide ihre individuellen Erfahrungen machten und wie sie sich in der Mitte trafen.

Zu sehen, wie ihr Sohn diese Hindernisse überwand, veränderte Milas Perspektive. Es ging nicht mehr darum, ihn vor jeder Gefahr zu beschützen, sondern darum, den Raum des anderen zu respektieren und als wahre Partner zu handeln.

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Ein Vermächtnis der Bewunderung

Wenn man über den Muttertag und die Bedeutung dieses gemeinsamen Weges nachdenkt, dient die Geschichte von Mila und Lorenzo als Erinnerung daran, dass das größte Geschenk, das man einem Kind machen kann, Präsenz und ein gutes Vorbild sind. Die Reise nach Nepal hat ihre ohnehin schon liebevolle Beziehung noch tiefer verankert.

 Mila und Lorenzo neben einer Buddha-Statue und Wegweisern während ihres nachhaltigen Trekkings in Nepal.

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Für Lorenzo war die Reise auch ein Moment, um das Fundament anzuerkennen, das seine Mutter über die Jahre aufgebaut hat und das es ihm ermöglichte, der Mann zu werden, der er heute ist. „Was ich am meisten bewundere, ist die Art, wie sie mich erzogen hat. Dass sie an sich selbst geglaubt hat, war entscheidend. Hätte sie die Entscheidungen nicht so getroffen, wie sie es tat, wären wir heute wahrscheinlich nicht da, wo wir sind.“

Am Ende war Nepal nur die Kulisse, aber das wahre Ziel war die tiefe und reife Verbindung zwischen Mutter und Sohn.