
Die Wasserfälle, die du auf deiner Reise in den Chapada-Diamantina-Nationalpark nicht auslassen solltest!
Die Wasserfälle im Chapada-Diamantina-Nationalpark zählen zu den bekanntesten und beliebtesten Brasiliens. Wer sie sehen will, wandert über Trails, die Bergketten, tiefe Täler, alte Höhlen und dichten Wald durchqueren, immer wieder mit weiten Ausblicken.
Schon mal daran gedacht, eine Wanderung mit einem Bad in einem Naturpool zwischen Felswänden zu beenden? Oder an einem Aussichtspunkt zu stehen, an dem mehr als zwanzig Wasserfälle gleichzeitig herabstürzen? In der Chapada Diamantina sind das keine fernen Träume, sondern echte Erlebnisse, die auf dich warten!

Wenn du gerade ein Abenteuer in einem der besten Trekkingziele der Welt planst: PlanetaEXO, eine auf Chapada Diamantina Touren spezialisierte Ökotourismus-Plattform, hat eine Liste der Wasserfälle zusammengestellt, die du auf deinem Trek nicht verpassen solltest. Schau sie dir unten an!
Cachoeirão-Wasserfall
Der Cachoeirão ist eines der bekanntesten Motive der Chapada. In der Regenzeit stürzen über 20 Wasserläufe aus rund 280 Metern Höhe in die Tiefe und bilden einen breiten Wasservorhang. Von oben blickst du über das Vale do Pati, das sich zwischen steilen Bergketten weit in die Ferne zieht.
Von unten wirkt alles völlig anders: Dunkle Wasserbecken spiegeln die Canyonwände, während die Kaskaden direkt vor dir herabkrachen.
Wie kommst du zum Cachoeirão?
Aussichtspunkt Cachoeirão
Der obere Aussichtspunkt gehört zur 3-tägigen Chapada Diamantina Tour. Los geht es meist im Dorf Guiné, von wo aus steile Bergpfade ins Vale do Pati führen. Vor dem Panoramablick von der Abbruchkante über Tal und Wasserfälle liegen Anstiege, Flussquerungen und mehrere Stunden Gehzeit.

Fuß des Cachoeirão
Der Fuß des Wasserfalls gehört zum 5-tägigen Chapada Diamantina Trek durch das Vale do Pati. Diese Route ist länger und anspruchsvoller und führt tief in den Canyon hinein. Nach dichter Vegetation und felsigem Gelände stehst du an den Becken direkt unter den Fällen, wo du schwimmen und die Kaskaden von unten betrachten kannst.

👉 Mehr dazu: Anreise zur Chapada Diamantina: der Weg in den Nationalpark
Funil-Wasserfall
Der Funil gehört zu den schönsten versteckten Wasserfällen Brasiliens: Rund 20 Meter fallen hier in Naturbecken, die von dichtem Grün umgeben sind, ein ruhiger Rückzugsort mitten in einem großartigen Tal. Genau diese Ruhe macht ihn zum Highlight für alle, die weniger überlaufene Orte suchen.
Cachoeira do Funil
Der Funil ist sicher einer der schönsten versteckten Wasserfälle Brasiliens. Seine rund 20 Meter hohe Fallstufe stürzt in natürliche Becken, die von dichtem Grün umgeben sind, und schafft mitten in einem traumhaften Tal einen ruhigen Rückzugsort. Seine stille Schönheit macht ihn zu einem Highlight für alle, die weniger überlaufene Orte suchen.

Wie kommst du zum Funil?
Meist erreichst du ihn auf mehrtägigen Treks durch das Vale do Pati, Start ist in der Regel Guiné oder Vale do Capão. Der Weg führt über Flussquerungen und Waldpfade und wird oft mit einem Stopp an der Cachoeira da Angélica kombiniert.
Cachoeira do Buracão
Die Cachoeira do Buracão gilt als der abenteuerlichste Wasserfall der Chapada Diamantina. Ihre 85 Meter hohe Fallstufe versteckt sich in einer engen Schlucht, einem „buracão“, auf Portugiesisch „großes Loch“. Um dorthin zu gelangen, schwimmst oder treibst du durch die Klamm, bis du direkt an ihrem Fuß stehst. Kaum ein anderer Wasserfall lässt dich diese Wucht so nah erleben!

Wie kommst du zum Buracão?
Der Buracão liegt nahe Ibicoara und ist über eine geführte Wanderung von 3 km durch Wald und felsiges Gelände erreichbar. Trotz der abgelegenen Lage gehört er zu den meistbesuchten Fällen der Region.
👉 Entdecke das Abenteuer: 6-tägige Chapada Diamantina Wanderung
Cachoeira da Fumaça
Mit 340 Metern ist die Cachoeira da Fumaça in der Chapada Diamantina der dritthöchste Wasserfall Brasiliens, direkt nach der Cachoeira da Neblina (450 m) in Rio de Janeiro und dem El Dorado im Bundesstaat Amazonas.
Von oben betrachtet ist der Wasserstrahl so fein, dass er verdunstet, bevor er den Boden erreicht, daher der rauchartige Effekt. Wer es härter mag, steigt bis zum Fuß ab: anstrengend, aber mit einem völlig anderen Blick.

Wie kommst du zur Fumaça?
Aussichtspunkt Cachoeira da Fumaça
Der Weg startet im Vale do Capão und führt über 6 km durch Felsplateaus und an Aussichtspunkten vorbei bis zur Abbruchkante. Meist als Halbtagestour gelaufen, ist das die beliebteste Art, den Wasserfall zu sehen.
Fuß der Cachoeira da Fumaça
Der Zustieg beginnt nahe Lençóis und folgt dem Rio Ribeirão sowie steilen Waldabschnitten bis zum Fuß. Der Trek dauert 3 bis 4 Tage und ist wild und fordernd. Steile Anstiege, technische Passagen und einsame Zeltplätze verlangen sehr gute Kondition und die Begleitung eines professionellen Guides.
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Mosquito-Wasserfall
Der Mosquito ist einer der einladendsten Wasserfälle im gesamten Chapada-Diamantina-Nationalpark. Die 60 Meter hohe Kaskade fällt in ein weites Becken, das sich perfekt zum Schwimmen eignet. Der Name stammt aus der Bergbauvergangenheit der Region: Die Schürfer nannten die kleinen Diamanten, die sie im Wasser fanden, „mosquitos“.

Wie kommst du zum Mosquito?
Der Mosquito liegt rund 40 Minuten von Lençóis entfernt, der Zugang ist unkompliziert: eine Fahrt über eine Schotterpiste, danach ein kurzer Abstieg auf markiertem Pfad (etwa 20 Minuten). Ein lokaler Guide ist empfehlenswert, vor allem in der Regenzeit, wenn der Weg rutschig wird.
Samuel-Wasserfall
Der Samuel gehört mit rund 100 Metern Fallhöhe ebenfalls zu den höchsten Wasserfällen der Chapada Diamantina. Versteckt in einem bewaldeten Gebiet nahe Andaraí stürzt er zwischen üppiger Vegetation und Felswänden herab.
Er ist weniger bekannt als Fumaça oder Buracão, lohnt sich aber für alle, die große Landschaft an einem ruhigeren, kaum besuchten Ort suchen.

Wie kommst du zum Samuel?
Zum Samuel führen die alten Bergbaustraßen nahe der Region Roncador. Der Trek ist lang und fordernd: 18 km hin und zurück (rund 3 Stunden pro Richtung durch dichten Wald, mit Flussquerungen und leichter Kletterei über Fels).
Fumacinha-Wasserfall
Die Fumacinha zählt zu den abgelegensten und eindrucksvollsten Wasserfällen der Chapada: rund 100 Meter senkrechte Fallhöhe in einer engen Schlucht. Die Kulisse ist wild und wuchtig: hoch aufragende Felswände, eine dunkle Höhle am Fuß und das ständige Tosen des Wassers, ein Bild, das jeden für den langen Anmarsch entschädigt.

Wie kommst du zur Fumacinha?
Die Fumacinha liegt nahe Ibicoara und verlangt einen anspruchsvollen Trek über 18 km hin und zurück, mit Flussquerungen, Blockgelände und Waldabschnitten. Wegen der Schwierigkeit ist ein lokaler Guide dringend zu empfehlen. Eine der besten Wasserfall-Wanderungen Brasiliens für alle, die eine Herausforderung suchen!
Herculano-Wasserfall
Der Herculano liegt weit abseits der üblichen Touristenrouten und ist damit ein echtes Off-the-beaten-path-Ziel. Mit schroffen, 100 Meter hohen Felswänden und einem großen Becken am Fuß ist es ein Ort, an dem du die Wildnis in Ruhe genießen kannst.

Wie kommst du zum Herculano?
Der Herculano liegt nahe Andaraí und ist nur auf einer geführten Wanderung über kaum markierte Waldpfade und durch Flussläufe erreichbar. Genau weil die Route nicht ausgeschildert ist, brauchst du einen Profi an deiner Seite. Der Trek ist von der Länge her moderat, aber abgelegen, was das Gefühl von Einsamkeit noch verstärkt.
Encantada-Wasserfall
Die Encantada ist einer der spektakulärsten Wasserfälle der Chapada Diamantina, mit einer Fallhöhe von rund 230 Metern. Das Wasser stürzt in einen tiefen Canyon und erzeugt oft Regenbögen, sobald die Sonne in die Gischt fällt.
Durch die abgelegene Lage kommen hierher deutlich weniger Besucher als zu anderen Wasserfällen. Wer den Weg auf sich nimmt, bekommt dafür einen Blick, der besonders in der Regenzeit beeindruckt, wenn die Wassermenge am größten ist.

Wie kommst du zur Encantada?
Die Encantada liegt nahe Itaetê und ist nur auf einer geführten Wanderung über Waldpfade und felsiges Gelände erreichbar. Der Trek kann mehrere Stunden dauern und gilt als mittelschwer, belohnt dich aber mit einer der stärksten Aussichten im gesamten Nationalpark.
Sossego-Wasserfall
Der Name hält, was er verspricht: Der Sossego („Ruhe“) ist ein stiller, 20 Meter hoher Wasserfall mit einem Naturbecken zwischen großen Felsblöcken. Schon der Weg dorthin ist Teil des Abenteuers, vorbei an kleineren Kaskaden und über Felspassagen bis zum Hauptfall. Viele Wandernde legen auf dem Rückweg noch einen Stopp am Ribeirão do Meio ein, bekannt für seine natürliche Wasserrutsche. Einer der schönsten Wasserfall-Trails der Region!

Wie kommst du zum Sossego?
Ab Lençóis sind es 7 km (rund 3 Stunden pro Richtung) entlang des Rio Ribeirão, mit Abschnitten über Felsen und mehreren Bachquerungen. Wandern mit einem lokalen Guide ist hier klar zu empfehlen!
Mixila-Wasserfall
Mit rund 80 Metern Fallhöhe in einer engen Schlucht ist die Mixila ein Wasserfall für echte Entdecker. Schon der Weg ist ein Abenteuer für sich: Er führt streckenweise durch das Flussbett, teils mit leichtem Abseilen. Abgelegen und kaum besucht, wirkt hier alles ursprünglich.

Wie kommst du zur Mixila?
Ab Lençóis erreichst du die Mixila auf einer geführten Tages- oder Zweitageswanderung entlang des Rio Capivari. Unterwegs liegen kleinere Fälle wie Capivari und Poção. Wegen der technischen Passagen und Flussquerungen ist ein Guide dringend zu empfehlen.
Baden in den Wasserfällen
Du fragst dich, ob du in den Wasserfällen schwimmen kannst? Ja, definitiv, aber es kommt darauf an.
Viele der hier vorgestellten Wasserfälle haben Naturbecken, in denen du baden kannst. Andere genießt du besser nur vom Aussichtspunkt aus oder sie sind schlicht schwer zugänglich. Damit dein Trekking sicher und entspannt bleibt, halte dich an unsere Hinweise:
- Buracão: Schwimm oder treib durch den Canyon bis zum Becken an seinem Fuß.
- Mosquito: großes Naturbecken, ideal für ein erfrischendes Bad.
- Sossego: ruhiges Becken zwischen Felsen, gut für eine Pause.
- Mixila: tiefe Becken entlang der Schlucht, etwas für abenteuerlustige Schwimmer.
- Cachoeirão (von unten): Becken am Grund des Canyons, der Zugang erfordert allerdings einen längeren Trek.
- Fumacinha: Naturbecken in der Schlucht, das Wasser ist allerdings meist sehr kalt.
- Herculano: großes, tiefes Becken am Fuß, perfekt zum Schwimmen.
- Samuel: Becken unter der hohen Fallstufe, nach der Wanderung gut zum Baden.
- Funil: schöne Kaskaden mit großem Becken am Fuß, ideal zum Schwimmen.
- Encantada: nur über einen harten, technisch anspruchsvollen Canyon-Trek erreichbar.
Besser vom Aussichtspunkt genießen:
- Aussichtspunkt Cachoeirão: nur Panoramablick, kein Zugang zum Wasser.
- Aussichtspunkt Fumaça: berühmt für den „Rauch-Effekt“, kein Zugang zu einem Becken.
Denk daran: Beim Wandern in der Chapada Diamantina gilt: Vorsicht bei rutschigen Felsen und starker Strömung, und folge den Hinweisen deines Guides, damit du sicher unterwegs bist!

Warum ist das Wasser so dunkel?
Das dunkle, teefarbene Wasser der Chapada Diamantina entsteht durch Tannine, die Blätter und organisches Material entlang der Flüsse abgeben. Das ist ein natürliches Phänomen, keine Verschmutzung, und heißt für dich: Das Wasser ist zum Schwimmen völlig unbedenklich.
Je nach Tiefe und Lichteinfall wirkt es golden, bernsteinfarben oder fast schwarz und gibt den Becken etwas Geheimnisvolles. Die sandigen Gesteinsformationen der Region wirken dabei wie natürliche Filter und halten das Wasser frei von Schwebstoffen.

👉 Mehr dazu: 10 Reisetipps für die Chapada Diamantina
Sind die Wasserfälle in der Chapada Diamantina kalt? Und wann ist die beste Reisezeit?
Die Flüsse kommen aus den Bergen, deshalb bleiben die meisten Wasserfälle das ganze Jahr über kühl. Nach einer langen Wanderung in der Sonne wird genau das zum besten Teil des Tages!
- Trockenzeit (Mai bis September): einfachere Wege, dafür führen manche Wasserfälle weniger Wasser.
- Regenzeit (November bis März): die Wasserfälle sind kraftvoll und fotogen, die Pfade können aber rutschig sein.
- Übergangszeit (April/Mai und September/Oktober): die beste Balance aus guter Wasserführung und gut begehbaren Wanderwegen.

👉 Mehr dazu: Beste Reisezeit für die Chapada Diamantina: Wann solltest du reisen?
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